Es wird kälter, ein Nieselregen benetzt meine Haut.
Ich treffe auf dem Donauradweg ein griechischer Rentner, der zwei Jahre lang sämtlichen Formel 1 Rennen in Europa mit dem Rad hinterhergefahren ist. “Ich bin Motorsport-Fanatiker”, sagt er.
Nur beim Radfahren macht er eine Ausnahme und verzichtet auf die PS.
Wenig später begegnet mir ein Schweizer, aus Griechenland kommend.
“Du hast jetzt besseres Wetter als ich”, lacht er und fährt weiter.
Wieder ist der Radweg wegen Steinschlag gesperrt, wieder nehme ich einen Umweg. Das stellt sich als großes Glück heraus. Ich kann einen Feuersalamander von der Straße retten, bevor es ihm wie einigen seiner Artgenossen ergeht.
Dann ein Zufallsfund: Ein Schild weist auf eine Imkerei hin. Deren Blütenhonig hat wohl den Preis der “Goldenen Bienenwabe” gewonnen. Ich kaufe mir ein Glas und freue mich auf meinen späteren Nachtisch.
Es wird nachmittags immer windiger,
doch auf einer Wiese hinter dem Donaudeich finde ich einen einigermaßen geschützten Platz zum Campieren.
Der Honig hält, was er verspricht. Für einen Blütenhonig ist er außergewöhnlich dick und schmiert sich fast wie ein Tannenhonnig. Ein super Abschluss an einem windigen und kalten Tag!

