Tag 65: Wien und Bieber

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Ich wache zum ersten mal gegen 6:30 auf. Draußen regnet es wieder, also lege ich mich nochmal eine Stunde schlafen. 

Ich habe nicht mehr soviel Wasser dabei, also frage ich einen Cafémitarbeiter, ob er mir meine Wasserflasche auffüllen kann. 

Kurz darauf kommt der Mann zurück. Meine Flasche ist voll, und im Wasser schwimmen Eiswürfel. 

“Damit es dir nicht zu heiß wird beim Radfahren”, lacht der Mann. 

Ich lache mit.

Es hat kaum mehr als 5 Grad draußen! Guter Wiener Humor. 

Ich werde bald Wien erreichen.

Später fahre ich durch Wien, die Stadt ist hübsch und altehrwürdig, Menschen aus aller Welt tummeln sich auf den Straßen. Es ist nicht zu übersehen, diese Stadt war einmal der Nabel der europäischen Kultur.

Das Hinterland Richtung Wiener Neustadt ist eher Öde, vor allem bei grauem Wetter und Regen. 

Ich verliere den Eurovelo 9 Radweg und fahre im Feierabendverkehr auf Landstraßen ohne Seitenstreifen. Kein Spaß!

Der Wind peitscht Regentropfen auf meine rechte Wange. Ich bin erstaunt, dass das Kleeblatt, das mir vor einer Woche ein kleines Mädchen im Zug schenkte, immer noch am Helm klebt.

Abends in der Dämmerung: Ich bin endlich wieder auf dem Eurovelo 9 und koche an meinem Zeltplatz. 

Plötzlich nehme ich aus meinem Augenwinkel eine Bewegung wahr. 

Eine riesige Ratte? 

Nein, ein Bieber! An Land, beim Rennen! Das habe ich definitiv nicht erwartet. Die sehen wirklich drollig aus, wenn sie rennen und ihren platten Schwanz hinter sich herziehen.

So lege ich mich mit einem lustigen Bild vor Augen schlafen.

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